Historische Zeitschrift 305 (2017), 2

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Historische Zeitschrift 305 (2017), 2
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Erschienen
Berlin/Boston 2017: de Gruyter
Erscheint 
erscheint 6-mal jährlich, 3 Hefte ergeben einen Band, Publikationsform: Print und Online (http://www.degruyter.com/view/j/hzhz)
Preis
Einzelheft: € 127,00, Online-Abo: € 692,00 (Institutionen)/€ 176,00 (Einzelkunden), Print-Abo: € 692,00

 

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Institution
Historische Zeitschrift (HZ)
Land
Deutschland
c/o
Prof. Dr. Andreas Fahrmeir Redaktion Historische Zeitschrift Historisches Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität Norbert-Wollheim-Platz 1 60323 Frankfurt am Main
Von
Hoppe, Florian

Heft 305.2 der Historischen Zeitschrift ist vor Kurzem erschienen. Wir wünschen anregende Lektüre!

Inhaltsverzeichnis

INHALT

Aufsätze

Wolfgang Eric Wagner, Der ausgeloste Bischof. Zu Situation und Funktion des Losverfahrens bei der Besetzung hoher Kirchenämter im Mittelalter [S. 307]
Der Aufsatz geht der Frage nach, in welchen historischen Situationen, unter welchen Bedingungen, auf das Losverfahren bei der Besetzung hoher kirchlicher Ämter in den christlichen Institutionen des Mittelalters zurückgegriffen wurde. Im Mittelpunkt stehen dabei mögliche Motive der Beteiligten, diesem Entscheidungsmodus gegenüber der Wahl den Vorzug zu geben. Außer dem Beweggrund, für jeden die Zugänglichkeit von Ämtern zu ermöglichen und bestimmte, ungleich verteilte Qualifikationen auszuschließen, lassen sich weitere Motive der Akteure feststellen. So ist zunächst in allen betrachteten Fällen eine Externalisierung der Entscheidung, das heißt, eine Übertragung auf eine äußere Instanz, und zwar Gott, zu konstatieren. In mehreren Fällen ist zudem eine Anwendung des Losverfahrens zur Abwehr äußerer Einflussnahmen und zur Lösung von Konflikten zu beobachten. So griff man insbesondere bei gleichstarker Kräfteverteilung zwischen den Konfliktparteien als Kompromiss auf das Losen zurück. Für reformorientierte christliche Gemeinschaften wie die Katharer und die Böhmischen Brüder diente der Bezug auf das Losen in der urchristlichen Gemeinde in erster Linie dazu, sich deutlich von der Amtskirche abzusetzen; man stellte sich damit bewusst außerhalb des Kirchenrechts. Zugleich war aus dem Exempel der Heiligen Schrift eine starke Legitimation für die eigene Position zu beziehen. Der knappe Überblick über die Organisierung von Losverfahren bei der Besetzung hoher Kirchenämter im Mittelalter macht deutlich, dass eine Entscheidungsfindung durch das Los keineswegs irrational ist.

This article explores the historical situations and circumstances in which sortition was used in the staffing of high ecclesiastical offices within Christian institutions in the Middle Ages. The main focus is on the involved parties’ possible motives to favor this mode of decision-making over the use of elections. Apart from the reasons to ensure access to offices for everybody and eliminate certain uneven qualifications, further actors’ motives can be detected. First of all, in all considered cases one can attest to an externalization of the decision-making, that is a transfer to an external authority, i.e. God. In several cases sortition was used to solve conflicts. Especially in situations of equal power balance between conflict parties drawing lots was used to reach a compromise. For reform-oriented Christian communities, such as the Cathars and the Bohemian Brethren, the reference to drawing lots in the early Christian community was used as distinction from the institutional Church; moving consciously outside canon law. At the same time, the example from Holy Scripture provided strong legitimation for one’s own position. The brief overview of the organization of sortition in the staffing of high ecclesiastical offices in the Middle Ages shows that decision-making by drawing lots is by no means irrational.

Andreas Rutz, Wilde Tiere und herrschaftliche Repräsentation in Brandenburg-Preußen im 17. und 18. Jahrhundert [S. 334]
Der Beitrag untersucht den Umgang der drei ersten preußischen Könige mit wilden Tieren. Dabei wird gezeigt, dass das Mensch-Tier-Verhältnis jeweils einem bestimmten Herrschaftsverständnis folgte und dessen Repräsentation auf der europäischen Bühne diente. Friedrich I. nutzte schon vor seiner Krönung zum preußischen König im Jahre 1701 wilde Tiere zur Betonung seiner Gleichrangigkeit mit den europäischen Königshäusern, indem er wie sie Tierkämpfe in antik-römischer Tradition veranstalten ließ. Friedrich Wilhelm I. lehnte das barocke Hofleben und die blutigen Tierspektakel seines Vaters ab. Stattdessen betrieb er Parforcejagden. Die für diese Jagdmethode notwendige Ordnung und Unterwerfung der Natur spiegelte im kleineren Maßstab die Ordnungstätigkeit und Fürsorge des Fürsten für Staat und Bevölkerung insgesamt. Friedrich II. verabscheute die Jagd, wilde Tiere wurden in seiner Regierungszeit zum Wohle des Staates als Schädlinge bekämpft und vielfach ausgerottet. Die Wahrnehmung seines Umgangs mit Tieren ist aber vor allem vom engen Verhältnis des Königs zu seinen Windspielen geprägt. Diese Tierliebhaberei fügt sich in den unkonventionellen, das höfische Zeremoniell ablehnenden Repräsentationsstil Friedrichs ein, bei dem der gezielte Bruch mit höfischen Traditionen Teil der Selbstinszenierung war. Insgesamt zeigt der Beitrag, dass wilde Tiere in unterschiedlicher Weise von den drei preußischen Königen zur Repräsentation von Herrschaft genutzt wurden. Dabei ging es weniger um individuelle Neigungen als jeweils zeitgemäße Formen herrschaftlicher Repräsentation.

The article examines the handling of wild animals by the first three Prussian kings. In each case, the relationship between humans and animals adhered to a certain concept of rulership and served to represent it on a European scale. Even before his coronation as King of Prussia in 1701, Frederick I used wild animals to demonstrate equal status with the royal courts of Europe. Just like them, he staged animal fights in the tradition of ancient Rome. Frederick William I rejected the baroque court life and the atrocious animal fights of his father. Instead, he cultivated the par force hunt. The ordering and subjugation of nature necessary for this method of hunting reflected, on a small scale, the regulatory activities and benevolence of the king for the state and his subjects in general. Frederick II loathed hunting. During his rule wild animals were fought for the sake of public welfare and often exterminated as vermin. The perception of his relationship with animals is mainly shaped by his intimate company with his sighthounds. This special treatment of certain animals aligns with Frederick’s unconventional representative style, in which intentional breaks with traditions of courtly ceremony were part of the king’s self-staging. Overall, the article shows that the three Prussian kings used wild animals in differing ways for the representation of power. This was less a matter of individual inclination than an expression of forms of royal representation appropriate to each king’s era.

Norbert Götz, Humanitäre Hilfe im Zeitalter Napoleons. Bürgerliche Gesellschaft und transnationale Ressourcen am Beispiel Erfurts [S. 362]
Dieser Artikel untersucht am Beispiel Erfurts die Verteilung humanitärer Hilfsgelder des Londoner „Committee for Relieving the Distresses in Germany and Other Parts of the Continent“ (1805–1815). Der Schwerpunkt liegt auf den Jahren 1814 und 1815, denn die Quellen zur ersten Hilfskampagne der Jahre 1805 und 1806 sind spärlich. In beiden Fällen spielten deutsche Immigrantennetzwerke innerhalb der britischen Bibelgesellschaft eine entscheidende Rolle, im hier vorgestellten Falle insbesondere der in Erfurt gebürtige Londoner Pastor Ernst August Schwabe. Der Artikel beleuchtet die organisatorische Abwicklung der Hilfe und zeigt, wie die Londoner und Erfurter Zivilgesellschaft über die Hilfskampagne miteinander verzahnt waren und wie das Erfurter Verteilungskomitee aufgrund seines lokalen Horizonts nicht in die ihm zugedachte überregionale Rolle hineinwuchs. Er macht divergierende Interessen der Geber auf unmittelbare Nothilfe und der Empfänger auf langfristige Nutzung der bereitgestellten Ressourcen deutlich. Ein Großteil der Hilfe kam am Ende einem Fonds für Kriegswaisen zugute, dessen Ausschüttungen in der Praxis vom örtlichen Frauenverein kontrolliert wurden.

This article examines how monies raised by the London-based „Committee for Relieving the Distresses in Germany and Other Parts of the Continent“ (1805–1815) were distributed by local committees, with the city of Erfurt as an example. Due to a lack of source material for the first campaign in 1805–1806 the focus is on the years 1814–1815. Networks of German immigrants within the British and Foreign Bible Society played a pivotal role on both occasions. Outstanding among them was Ernst August Schwabe, minister of one of the German churches in London and a native of Erfurt. The study shows how the transnational relief effort was organized, the way civil societies in London and Erfurt were interlinked through the aid campaign, and why the Erfurt committee of distribution failed in its trans-regional role. The provision of aid illustrates the diverging interests of donors in immediate emergency relief and of recipients in long-term use of the appropriated resources. A large proportion of the aid eventually went into a fund for war orphans, the disbursal of which was, in practice, controlled by the local women’s association.

Andreas Greiert, Innovation und Ressentiment. Ernst Kantorowicz im historiographischen Diskurs der Weimarer Republik [S. 393]
Mit seiner Zurückweisung naturwissenschaftlicher Vorgehensweisen und seiner Betonung eines künstlerischen Charakters der Geschichtsschreibung bezieht Ernst Kantorowicz zur Zeit der Weimarer Republik geschichtstheoretische Positionen in unmittelbarer Nachbarschaft zu J. G. Droysen und bereichert die deutsche Geschichtsschreibung der Zwischenkriegszeit um einen fraglos bemerkenswerten und theoretisch anspruchsvollen Beitrag. Gerade mit seiner entschiedenen Zeitbezogenheit, mit dem Versuch, mythische Bilder zur Kompensation eines historisch beschädigten Nationalgefühls zu instrumentalisieren, erscheint Kantorowicz’ Ansatz indes im 21. Jahrhundert als obsolet. Ein Vergleich mit dem zeitgenössischen Geschichtsdenken Walter Benjamins verdeutlicht, dass eben die Motive, in denen Kantorowicz’ „Kaiser Friedrich der Zweite“ das „geheime Deutschland“ des George-Kreises repräsentiert, im gegenwärtigen Wissenschaftsdiskurs nur noch verstörend wirken können.

In the Weimar Republic Ernst Kantorowicz propagates a theory of history that with its rejection of natural sciences’ methods and with its emphasis on an artistically character of writing of history is close to positions of J. G. Droysen, and by this makes a doubtlessly considerable and pretentious contribution to German historiography of the interwar years. But just in its decisive topicality, in its attempt to use mythic images to compensate historically injured nationalistic feelings, Kantorowicz’ draft appears obsolete in the 21st century. A comparison with Walter Benjamin’s contemporary thinking of history elucidates that the motifs in Kantorowicz’ „Emperor Frederick the Second“ that represent the George-circle’s „Secret Germany“ can only cause consternation in present scientific discourses.

Nekrolog

Reinhart Rürup, Arnold Paucker (1921–2016) [S. 420]

Schwerpunkt Holocaust

Marina Cattaruzza, Rechtlose Räume
Timothy Snyder, Black Earth. Der Holocaust und warum er sich wiederholen kann (M. Cattaruzza) [S. 426]

David Cesarani, „Endlösung“. Das Schicksal der Juden 1933–1948. Aus dem Engl. v. Klaus-Dieter Schmidt (T. Kühne) [S. 434]

Alon Confino, A World Without Jews. The Nazi Imagination from Persecution to Genocide (M. Gailus) [S. 437]

Volker Koop, Alfred Rosenberg. Der Wegbereiter des Holocaust. Eine Biographie (D. Blasius) [S. 438]

Peter Longerich, Wannseekonferenz. Der Weg zur „Endlösung“ (A. Meyer) [S. 440]

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945. Hrsg. im Auftrag des Bundesarchivs, des Instituts für Zeitgeschichte, des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und des Lehrstuhls für Geschichte Ostmitteleuropas an der Freien Universität Berlin v. Susanne Heim, Ulrich Herbert, Michael Hollmann u. a. Bd. 5: West- und Nordeuropa. 1940 – Juni 1942. Bearb. v. Katja Happe, Michael Mayer, Maja Peers. Mitarb.: Jean-Marc Dreyfus. – Bd. 12: Westeuropa 1942–1945. Bearb. v. Katja Happe, Barbara Lambauer, Maja Peers (I. Meinen) [S. 445]

Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945. Hrsg. im Auftrag des Bundesarchivs, des Instituts für Zeitgeschichte, des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg von Susanne Heim, Ulrich Herbert, Michael Hollmann, Horst Möller, Dieter Pohl, Simone Walther u. Andreas Wirsching. Bd. 8: Sowjetunion mit annektierten Gebieten II. Bearb. v. Bert Hoppe. Mitarbeit: Imke Hansen, Martin Holler (J. Osterloh) [S. 450]

Wolf Gruner, Die Judenverfolgung im Protektorat Böhmen und Mähren. Lokale Initiativen, zentrale Entscheidungen, jüdische Antworten 1939–1945 (E. Raim) [S. 452]

Melanie Hembera, Die Shoah im Distrikt Krakau. Jüdisches Leben und deutsche Besatzung in Tarnów 1939–1945 (T. Kühne) [S. 454]

Daniel Brewing, Im Schatten von Auschwitz. Deutsche Massaker an polnischen Zivilisten 1939–1945 (D. Brandes) [S. 456]

Rena Molho, Der Holocaust der griechischen Juden. Studien zur Geschichte und Erinnerung. Mit einem Prolog v. Nikos Zaikos. Aus dem Griech. übers. v. Lulu Bail (V. Kalogrias) [S. 458]

Frank Bajohr/Sybille Steinbacher (Hrsg.), „… Zeugnis ablegen bis zum letzten.“ Tagebücher und persönliche Zeugnisse aus der Zeit des Nationalsozialismus und des Holocaust (E. Raim) [S. 460]

Susanna Schrafstetter/Alan E. Steinweis (Eds.), The Germans and the Holocaust. Popular Responses to the Persecution and Murder of the Jews (U. Jureit) [S. 461]

Jacob S. Eder, Holocaust Angst. The Federal Republic of Germany and American Holocaust Memory since the 1970s (U. Jureit) [S. 463]

Allgemeines

Peter Frankopan, Licht aus dem Osten. Eine neue Geschichte der Welt. Aus dem Engl. v. Michael Bayer u. Norbert Juraschitz (W. Reinhard) [S. 465]

Michael North, Zwischen Hafen und Horizont. Weltgeschichte der Meere (W. Reinhard) [S. 468]

Charles S. Maier, Once Within Borders. Territories of Power, Wealth, and Belonging since 1500 (W. Reinhard) [S. 470]

Dietrich Boschung/Karl-Joachim Hölkeskamp/Claudia Sode (Hrsg.), Raum und Performanz: Rituale in Residenzen von der Antike bis 1815 (J. M. Timmer) [S. 472]

Alan Forrest/Karen Hagemann/Michael Rowe (Eds.), War, Demobilization and Memory. The Legacy of War in the Era of Atlantic Revolutions (R. Rebitsch) [S. 474]

Ina Mittelstädt, Wörlitz, Weimar, Muskau. Der Landschaftsgarten als Medium des Hochadels (1760–1840) (S. Marburg) [S. 476]

Wilhelm Brauneder/Milan Hlavacka (Hrsg.), Bürgerliche Gesellschaft auf dem Papier: Konstruktion, Kodifikation und Realisation der Zivilgesellschaft in der Habsburgermonarchie (F. L. Fillafer) [S. 478]

Marie-Janine Calic, Südosteuropa. Weltgeschichte einer Region (E. Binder-Iijima) [S. 479]

Stefan Rohdewald, Götter der Nationen. Religiöse Erinnerungsfiguren in Serbien, Bulgarien und Makedonien bis 1944 (F.-J. Kos) [S. 482]

Ewald Frie/Ute Planert (Hrsg.), Revolution, Krieg und die Geburt von Staat und Nation. Staatsbildung in Europa und den Amerikas 1770–1930 (S. Weichlein) [S. 483]

Lucian Hölscher, Die Entdeckung der Zukunft (T. Kössler) [S. 486]

Altertum

Raimund Schulz, Abenteurer der Ferne. Die großen Entdeckungsfahrten und das Weltwissen der Antike (M. Schuol) [S. 488]

Alain Bresson, The Making of the Ancient Greek Economy. Institutions, Markets, and Growth in the City-States. Transl. by Steven Rendall (J. Ober) [S. 490]

Sebastian Schmidt-Hofner, Das klassische Griechenland. Der Krieg und die Freiheit (A. Rubel) [S. 492]

Léopold Migeotte, Les Finances des cités grecques aux périodes classique et hellénistique (D. Rohde) [S. 494]

John Granger Cook, Crucifixion in the Mediterranean World (T. Witulski) [S. 496]

Werner Tietz, Hirten, Bauern, Götter. Eine Geschichte der römischen Landwirtschaft (S. Polla) [S. 497]

Carsten Hjort Lange/Frederik Juliaan Vervaet (Eds.), The Roman Republican Triumph. Beyond the Spectacle (C. Reitzenstein-Ronning) [S. 498]

Norbert Dörner, Feste und Opfer für den Gott Caesar. Kommunikationsprozesse im Rahmen des Kaiserkultes im römischen Ägypten der julisch-claudischen Zeit (30 v. Chr. – 68 n. Chr.) (A. Jördens) [S. 500]

Olivier Hekster, Emperors and Ancestors. Roman Rulers and the Constraints of Tradition (A. Eich) [S. 502]

Clifford Ando, Roman Social Imaginaries. Language and Thought in the Context of Empire (P. Eich) [S. 504]

Johannes M. Geisthardt, Zwischen Princeps und Res Publica. Tacitus, Plinius und die senatorische Selbstdarstellung in der Hohen Kaiserzeit (M. Vielberg) [S. 505]

Alexander Free, Geschichtsschreibung als Paideia. Lukians Schrift „Wie man Geschichte schreiben soll“ in der Bildungskultur des 2. Jhs. n. Chr. (H.-G. Nesselrath) [S. 507]

Jürgen Hammerstaedt/Martin Ferguson Smith, The Epicurean Inscription of Diogenes of Oinoanda. Ten Years of New Discoveries and Research (P. Scholz) [S. 509]

Krastu Banev, Theophilus of Alexandria and the First Origenist Controversy. Rhetoric and Power (P. Brimioulle) [S. 511]

Jeroen W. Wijnendaele, The Last of the Romans. Bonifatius – Warlord and Comes Africae (T. Brüggemann) [S. 513]

Massimiliano Vitiello, Theodahad. A Platonic King at the Collapse of Ostrogothic Italy (H.-U. Wiemer) [S. 515]

Stéphane Ratti (Ed.), Une Antiquité tardive noire ou heureuse? Colloque international de Besançon 12 et 13 novembre 2014 (K. Vössing) [S. 516]

Andreas Fischer/Ian Wood (Eds.), Western Perspectives on the Mediterranean. Cultural Transfer in Late Antiquity and the Early Middle Ages, 400–800 AD (R. Steinacher) [S. 518]

Mittelalter

Jan Keupp/Romedio Schmitz-Esser (Hrsg.), Neue alte Sachlichkeit. Studienbuch Materialität des Mittelalters (C. Antenhofer) [S. 520]

Le cheval dans la culture médiévale. Textes réunis par Bernard Andenmatten, Agostino Paravicini Bagliani et Eva Pibiri (S. Neumann) [S. 521]

Michael Borgolte/Nikolas Jaspert (Hrsg.), Maritimes Mittelalter. Meere als Kommunikationsräume (C. Dartmann) [S. 523]

Sebastian Scholz, Die Merowinger (M. Hartmann) [S. 524]

Nicolas Schroeder, Les hommes et la terre de saint Remacle. Histoire sociale et économique de l’abbaye de Stavelot-Malmedy, VIIe–XIVe siècle (B. Kasten) [S. 525]

Niels Brandt, Gute Ritter, böse Heiden. Das Türkenbild auf den Kreuzzügen (1095–1291) (P. Goridis) [S. 526]

Claudia Zey (Hrsg.), Mächtige Frauen? Königinnen und Fürstinnen im europäischen Mittelalter (11.–14. Jahrhundert). Unter Mitarb. v. Sophie Caflisch u. Philippe Goridis (I. Eberl) [S. 528]

Helga Gickler, Kaiser Michael IX. Palaiologos. Sein Leben und Wirken (1278 bis 1320). Eine biographische Annäherung (K.-P. Todt) [S. 529
]
Philip Daileader, Saint Vincent Ferrer, his World and Life (R. Lützelschwab) [S. 531]

Andrea Strübind/Tobias Weger (Hrsg.), Jan Hus – 600 Jahre Erste Reformation (T. M. Buck) [S. 534]

Franziska Heidemann (Bearb.), Regesten der Markgrafen von Brandenburg aus dem Hause Luxemburg. Kaiser Karl IV., Wenzel, Sigismund und Johann sowie deren Hauptmänner (1373–1415) (I. Eberl) [S. 536]

Florence Chave-Mahir/Julien Véronèse (Eds.), Rituel d’exorcisme ou manuel de magie? Le manuscript Clm 10085 de la Bayerische Staatsbibliothek de Munich (début du XVe siècle) (C. Jaser) [S. 537]

Florian Huggenberger, Niederadel im Spessart. Adelsgeschichte im Spiegel des spätmittelalterlichen Lehnswesens (W. Hechberger) [S. 539]

Wolfram Drews/Christian Scholl, Transkulturelle Verflechtungsprozesse in der Vormoderne (T. Lohse) [S. 540]

Frühe Neuzeit

Hilary Gatti, Ideas of Liberty in Early Modern Europe. From Machiavelli to Milton (G. Eckert) [S. 542]

Jan Brademann/Kristina Thies (Hrsg.), Liturgisches Handeln als soziale Praxis. Kirchliche Rituale in der Frühen Neuzeit (D. Fugger) [S. 543]

Damaris Grimmsmann, Krieg mit dem Wort. Türkenpredigten des 16. Jahrhunderts im Alten Reich (M. Rekow) [S. 545]

Matthias Asche/Heiner Lück/Manfred Rudersdorf u. a. (Hrsg.), Die Leucorea zur Zeit des späten Melanchthon. Institutionen und Formen gelehrter Bildung um 1550. Beiträge der Tagung in der Stiftung LEUCOREA Wittenberg anlässlich des 450. Todestages Philipp Melanchthons vom 13. bis 16. Oktober 2010 (C. Nahrendorf) [S. 547]

Heinrich Bullinger Werke. Abt. 2: Briefwechsel. Bd. 17: Briefe von Juni bis September 1546. Bearb. v. Reinhard Bodenmann, Alexandra Kess, Judith Steiniger. Unter Benützung der Abschriften v. Emil Egli u. Traugott Schieß. Philologische Beratung durch Ruth Jörg (H. Bollbuck) [S. 549]

David M. Luebke, Hometown Religion. Regimes of Coexistence in Early Modern Westphalia (W. Freitag) [S. 551]

Raymond A. Mentzer, Les registres des consistoires des Églises réformées de France – XVIe–XVIIe siècles. Un inventaire (J. Becker) [S. 553]

Jean Bodin, Les Six Livres de la République / De Republica libri sex. Livre premier – Liber 1. Première édition critique bilingue par Mario Turchetti, texte établi par Nicolas de Araujo et préface de Quentin Skinner (K. Malettke) [S. 554]

Paul Sonnino, The Search for the Man in the Iron Mask. A Historical Detective Story (R. G. Asch) [S. 557]

Carla J. Mulford, Benjamin Franklin and the Ends of Empire (J. Overhoff) [S. 558]

Roland Richter, Amerikanische Revolution und niederländische Finanzanleihen 1776–1782. Die Rolle John Adams’ und der Amsterdamer Finanzhäuser bei der diplomatischen Anerkennung der USA (G. Eckert) [S. 560]

Politische Correspondenz Friedrichs des Großen. Bd. 48 (Januar bis Juni 1783). Hrsg. v. Peter Baumgart. Bearb. v. Frank Althoff (S. Externbrink) [S. 562]

19.–21. Jahrhundert

Philippe Riviale, Le silence de Saint-Just. Essai sur la tyrannie (W. Kruse) [S. 564]

Christoph Bernhardt, Im Spiegel des Wassers. Eine transnationale Umweltgeschichte des Oberrheins (1800–2000) (L. Schröder) [S. 565]

Frank-Lothar Kroll/Dieter J. Weiß (Hrsg.), Inszenierung oder Legitimation? / Monarchy and the Art of Representation. Die Monarchie in Europa im 19. und 20. Jahrhundert. Ein deutsch-englischer Vergleich (K. Weigand) [S. 567]

Philipp Erbentraut, Theorie und Soziologie der politischen Parteien im deutschen Vormärz 1815–1848 (D. Langewiesche) [S. 569]

Nadine Lind, Städtische Nahverkehrsmittel in London und Berlin, 1830–1914 (W. Weber) [S. 571]

Carola Dietze, Die Erfindung des Terrorismus in Europa, Russland und den USA 1858–1866 (D. Langewiesche) [S. 572]

Merle Zeigerer, Kriegsberichterstatter in den deutschen Kolonialkriegen in Asien und Afrika. Augenzeugen, Anstifter, Komplizen? (W. Speitkamp) [S. 574]

Bernd Reichelt, Fußball im deutsch-französischen Grenzraum Saarland/Moselle 1900–1952. Eine transnationale Geschichte politischer Inszenierung und sportlicher Emanzipation (R. Oswald) [S. 576]

Trude Maurer, „… und wir gehören auch dazu.“ Universität und „Volksgemeinschaft“ im Ersten Weltkrieg. 2 Bde. (K. Jedlitschka) [S. 578]

Michael Hörter/Diego Voigt (Hrsg.), Verdun 1916. Eine Schlacht verändert die Welt. Hrsg. im Auftrag des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (B. Slamka) [S. 581]

Jörg Ernesti, Benedikt XV. Papst zwischen den Fronten (H. Wolf) [S. 583]

Kai Nowak, Projektionen der Moral. Filmskandale in der Weimarer Republik (B. Ulrich) [S. 584]

Kiran Klaus Patel, The New Deal. A Global History (M. Gräser) [S. 586]

Jan Bank/Lieve Gevers, Churches and Religion in the Second World War (J. Ernesti) [S. 588]

Svetlana Burmistr, Die „Minsker Zeitung“. Selbst- und Fremdbilder in der nationalsozialistischen Besatzungspresse (A. Meyer) [S. 590]

Sven Keller, Volksgemeinschaft am Ende. Gesellschaft und Gewalt 1944/45 (A. Tikhomirov) [S. 593]

Joseph Lemberg, Der Historiker ohne Eigenschaften. Eine Problemgeschichte des Mediävisten Friedrich Baethgen (L. Böhringer) [S. 596]

Simone Derix, Die Thyssens. Familie und Vermögen (C. Kopper) [S. 599]

Johannes Bähr, Thyssen in der Adenauerzeit. Konzernbildung und Familienkapitalismus (M. Grieger) [S. 600]

Kornelia Rennert, Wettbewerber in einer reifen Branche. Die Unternehmensstrategien von Thyssen, Hoesch und Mannesmann 1955 bis 1975 (C. Kopper) [S. 603]

Christoph Lorke, Armut im geteilten Deutschland. Die Wahrnehmung sozialer Randlagen in der Bundesrepublik Deutschland und der DDR (D. Hoffmann) [S. 604]

Roman Rhode, Fidel Castro (S. Rinke) [S. 606]

Reinhard Schulze, Geschichte der Islamischen Welt. Von 1900 bis zur Gegenwart (S. Mangold-Will) [S. 607]

Andreas Wirsching, Demokratie und Globalisierung. Europa seit 1989 (T. Kroll) [S. 608]

Eingegangene Bücher [S. 611]

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