Historische Zeitschrift 310 (2020), 2

Titel der Ausgabe 
Historische Zeitschrift 310 (2020), 2
Zeitschriftentitel 
Weiterer Titel 

Erschienen
Berlin/Boston 2020: de Gruyter
Erscheint 
erscheint 6-mal jährlich, 3 Hefte ergeben einen Band, Publikationsform: Print und Online (http://www.degruyter.com/view/j/hzhz)
Preis
Abo Print € 771,00; Abo Online (Institutionell) € 771,00; Einzelheft € 141,00

 

Kontakt

Andreas Fahrmeir
Institution
Historisches Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität
Abteilung
Redaktion Historische Zeitschrift (HZ)
Land
Deutschland
PLZ
60323
Ort
Frankfurt am Main
Straße
Norbert-Wollheim-Platz 1
Von
Hoppe, Florian

Das neue Heft der Historischen Zeitschrift ist erschienen, wir wünschen anregende Lektüre!

Inhaltsverzeichnis

Aufsätze

Korinna Schönhärl, „Wie tief der kern dieses Volkes dem antiken wesen verwandt ist“. „Cultural Brokers“ und ihre Strategien zur Vermittlung des Unbekannten [S. 285]

Der vorliegende Aufsatz fragt nach Strategien kultureller Vermittler, den bei der Erstbegegnung mit einer fremden Kultur eintretenden Schock zu verarbeiten und die kulturellen Differenzen neu zu semantisieren und sinnhaft zu deuten. Er greift drei geografisch und chronologisch weit auseinanderliegende Fallbeispiele von kulturellen Vermittlern auf, die vor dem Hintergrund ihres umfassenden antiken Bildungswissens versuchten, die Fremde als „lebende Antike“ zu interpretieren: Missionare in Neuspanien im 16. und 17. Jahrhundert, einen Griechenlandreisenden der 1830er und einen Japanreisenden der 1930er Jahre. Der analysierte Vermittlungsprozess wird als „doppelte Allelopoiese“ beschrieben: die brokers stilisierten einerseits die Antike als zwar weit zurückliegenden, aber essentiellen Teil ihrer eigenen kulturellen Identität; sie parallelisierten andererseits die fremde Lebenswelt, mit der sie konfrontiert wurden, mit eben dieser Antike; in einem (nur analytisch zu isolierenden) dritten Schritt konnten sie so Parallelen zwischen der Fremde und dem Eigenen hervorheben und wechselseitige kulturelle Aneignungen (Transformationen) einleiten und rechtfertigen. Der Artikel schlägt eine weitere Ausarbeitung der „doppelten Allelopoiese“ als analytisches Instrument für die Erforschung der cultural brokers vor.

This article inquires into the strategies of cultural brokers coming to terms with the shock of encountering an unfamiliar culture. How did they semanticize the cultural differences to interpret them meaningfully? The article deals with three geographically and chronologically widespread case studies. Their common ground is that each of the actors tried to understand the unfamiliar culture as „living antiquity“, using their comprehensive knowledge of antiquity to do so. These case studies comprise: missionaries in New Spain in the sixteenth and seventeenth centuries, a traveller to Greece in the 1830s, and a traveller to Japan in the 1930s. The transfer process is termed „twofold allelopoisis“: the brokers stylized antiquity as a chronologically distant but essential part of their own cultural identity and then parallelized the foreign culture they encountered with this antiquity; in a third step (separate only in analytical terms), parallels between that which was foreign and that which was not could be highlighted, initiating and legitimizing the reciprocal cultural appropriation (transformation). The article proposes the further elaboration of the concept of „twofold allelopoisis“ as an analytical tool for the investigation of cultural brokers.

Hans-Christof Kraus, Die „böhmische Zitadelle“ und der „Herr Europas“. Entstehung, Bedeutung und Instrumentalisierung eines gefälschten Bismarck-Zitats [S. 306]

Seit dem frühen 20. Jahrhundert kursiert ein angebliches Bismarck-Zitat, in dem Böhmen nicht nur als „europäische Zitadelle“ bezeichnet, sondern auch die Behauptung aufstellt wird: „Wer Böhmen beherrscht, ist der Herr Europas“. Heute kann eindeutig nachgewiesen werden, dass dieses Zitat eine Fälschung ist: Urheber war der nationalistische französische Journalist André Chéradame (1871–1948), der im Jahr 1901 aus politischen Motiven dieses angebliche Bismarck-Zitat erfunden hat (vermutlich anknüpfend an eine apokryphe Äußerung Bismarcks aus dem Jahr 1879 über die geopolitische Bedeutung Böhmens), um seinerzeit dem Deutschen Reich eine geheime Strategie zur Zerschlagung Österreich-Ungarns und zur anschließenden Annexion Böhmens zu unterstellen. Die seitdem immer wieder zitierte, vermeintlich authentische Äußerung des ersten deutschen Kanzlers hat – eben weil sie auf außerordentlich vielseitige Art politisch instrumentalisierbar war – in ihrer politisch-propagandistischen Rezeption bis zur unmittelbaren Gegenwart eine erstaunliche „Karriere“ absolviert, die hier ebenfalls erstmals in den Grundzügen nachgezeichnet wird.

Since the early twentieth century, an alleged Bismarck quotation has been circulating, in which Bohemia is called a „European citadel“, accompanied by the assertion: „He who governs Bohemia, is the master of Europe“. This quote apparently is a fake: its author was the nationalist French writer André Chéradame (1871–1948), who invented this alleged Bismarck quote in 1901 for political reasons (probably following an apocryphal utterance of Bismarck in 1879 on the geopolitical importance of Bohemia), namely to accuse the the German „Reich“ to follow a secret strategy of destroying Austria-Hungary and incorporating Bohemia into Germany. The frequently repeated, supposedly authentic statement by the first German chancellor has had an astonishing „career“ in terms of its political and propagandistic exploitation right up to the present day which is traced in this article for the first time.

Oliver F.R. Hardt, Innenansichten des Bundesrates im Deutschen Kaiserreich 1871–1918 [S. 333]

Der Aufsatz möchte den bisher weitgehend vernachlässigten Bundesrat ins Blickfeld der Forschung zur Politik- und Verfassungsgeschichte des Kaiserreiches rücken. Zu diesem Zweck durchleuchtet er die innere Dynamik des Bundesrates und klärt deren Bezug zu den größeren Entwicklungen des föderalen Regierungssystems. Der erste Abschnitt des Aufsatzes beschreibt die Aufgaben und Arbeitsweisen des Bundesrates. Dabei wird deutlich, dass die Reichsverfassung ihm eine zentrale Stellung im nationalen Willensbildungsprozess gab. Danach werden die methodischen Grundlagen einer Analyse vorgestellt, die in den nächsten beiden Abschnitten das Anwesenheitsverhalten der preußischen und kleinstaatlichen Bundesratsdelegationen statistisch untersucht. Der erste Teil dieser Betrachtung zeigt, dass die preußische Bank über die Jahre immer mehr von Vertretern der obersten Reichsverwaltung infiltriert und so zu einem Instrument der Reichsleitung wurde. Der quantitative Nachweis dieser Entwicklung liefert den ersten belastbaren Beleg für die Verreichlichung Preußens. Der zweite Teil der statistischen Analyse deckt ein komplexes Vertretungssystem unter den Kleinstaaten auf. Dieses stellte sicher, dass ein Großteil der kleinen Fürstentümer stets mit Preußen stimmte und so zuverlässige Mehrheiten für die preußische Bundesratsbank bereitstellte. Nachdem diese von Reichsbeamten übernommen worden war, hatte die Reichsleitung den Bundesrat daher fest im Griff. Der letzte Abschnitt des Aufsatzes zeigt, dass diese internen Entwicklungen des Bundesrates in direktem Zusammenhang mit dem Wandel seiner Funktion im Regierungssystem, der Zentralisierung der föderalen Kompetenzstruktur und der schrittweisen Ausdehnung des Einflusses des Reichstags über die Reichsleitung standen.

This article wants to move the hitherto largely neglected „Bundesrat“ closer to the centre of the discussion on the political and constitutional history of the German Empire. For this purpose, the article examines the internal dynamics of the „Bundesrat“ and their relation to the overarching developments of the federal system of government. The first section of the article deals with the constitutional functions and internal procedures of the „Bundesrat“. It shows that the Reich constitution of 1871 assigned to the „Bundesrat“ a central position in the national decision-making process. After that, the article introduces the methodological principles of a statistical analysis that examines the attendance of the „Bundesrat“ delegations from Prussia and the small states in the next two sections. The first part of this statistical analysis demonstrates that over the years more and more representatives of the Reich administration infiltrated the Prussian delegation, thus turning it into an instrument of the newly-emerged national government, the „Reichsleitung“. By revealing this change in the composition of the Prussian delegation, the article provides solid quantitative evidence of the gradual mediatisation of Prussia. The second part of the statistical analysis exposes a complex system of substitutions among the small states. This system guaranteed that most of the small states usually followed the voting behaviour of Prussia, thus producing reliable majorities for the Prussian delegation. After the latter had been taken over by executives from the national ministries, the „Reichsleitung“ had the „Bundesrat“ under control. The last section of the article shows that these internal developments of the „Bundesrat“ were closely intertwined with the changing functions of the „Bundesrat“ in the constitutional order, the steady centralisation of state competences, and the gradual expansion of the parliament’s influence over the „Reichsleitung“.

Rainer F. Schmidt, Frankreich und die Entfesselung des Ersten Weltkriegs. Zur Widerlegung von Robert C. Moore: „Die deutsche Legende vom ‚aufgezwungenen Verteidigungskrieg‘ 1914“ [S. 387]

Die Debatte über die Gründe und die Verantwortung für den Ausbruch des Ersten Weltkrieges kommt auch nach mehr als hundert Jahren nicht zur Ruhe. Robert C. Moore hat meinen Beitrag über die französische Kriegsvorbereitungspolitik einer Fundamentalkritik unterzogen, auf die hier geantwortet werden soll. Der Kern von Moores Argumentation besteht in drei Punkten: Die Pariser Entscheidungsträger hatten keine Kenntnis vom deutschen Schlieffenplan; in der Amtszeit Raymond Poincarés als Außenminister, Ministerpräsident und Präsident zwischen 1912 und 1914 vollzog sich kein radikaler Kurswechsel in der französischen Balkan- und Russlandpolitik; und meine Ausführungen entwerfen ein Bild des Deutschen Reiches, das dessen alleiniger Verantwortung für die Kriegsauslösung nicht gerecht wird, die zum Krieg drängenden Aktionen der Berliner Reichsleitung in der „Julikrise“ verharmlost und Deutschland in eine „passive Opferrolle“ rückt. Die Widerlegung dieser Thesen erfolgt auf Basis von zeitgenössischem Quellenmaterial aus französischen und britischen Archiven sowie durch Dokumente aus dem umfangreichen, gedruckten internationalen Quellenbestand. Diese größtenteils neuen Belege gehen weit über das Fundament meiner bisherigen Darlegungen hinaus, bestätigen und erweitern meine Argumentation und erhärten meine Position in der Sache.

Even after more than one hundred years the debate about the reasons and the responsibility for the outbreak of the First World War has not come to an end. My contribution about the French preparations for the war, published in Historische Zeitschrift Vol. 306, has drawn a fundamental criticism by Robert C. Moore; this article is an answer to Moore’s article. The core of Moore’s line of argument consists of three allegations: that the decision-makers in Paris had no knowledge of the German war plan (Schlieffenplan); that during Raymond Poincaré’s term of office as foreign secretary, prime minister and president (1912–1914) there did not occur a radical change in French policy towards Russia and the Balkans; and, finally, that my description of events presents a picture that fails to meet the German Reich’s sole responsibility for the unleashing of the war, belittles the actions of the German government during the July crisis, and assigns to Germany the role of a „passive victim“ of events. In the present article, my refutation of these thoughts is based on contemporary source material from French and British archives as well as documents from the extensive printed editions of international source material. For the greater part, this is new evidence that goes far beyond my previous exposition. It confirms and expands my line of argument, and it corroborates my position.

Nekrolog

Hans-Werner Hahn, Helmut Berding (1930–2019) [S. 409]

Peter Schöttler, Alf Lüdtke (1943–2019) [S. 415]

Rezensionen

Schwerpunkt Deutsche Außenpolitik im Zeitalter des Kalten Krieges

Rainer A. Blasius, Geteilte Zeiten. Deutsche Außenpolitik zwischen Mauerbau und Mauerfall [S. 424]

Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1987. 1. Januar bis 31. Dezember. Hrsg. im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte. Haupthrsg. Andreas Wirsching, Mithrsg. Hélène Miard-Delacroix u. Gregor Schöllgen. Wiss. Leiterin: Ilse Dorothee Pautsch. Bearb. Tim Szatkowski, Tim Geiger u. Jens Jost Hofmann. 2 Teilbde. (R. A. Blasius) [S. 424]

Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1961. 1. Januar bis 31. Dezember. Hrsg. im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte. Haupthrsg. Andreas Wirsching, Mithrsg. Hélène Miard-Delacroix u. Gregor Schöllgen. Wiss. Leiterin: Ilse Dorothee Pautsch. Bearb. Mechthild Lindemann u. Christoph Johannes Franzen. 3 Teilbde. (R. A. Blasius) [S. 424]

Christian Kleinschmidt/Dieter Ziegler (Hrsg.), Dekolonisierungsgewinner. Deutsche Außenpolitik und Außenwirtschaftsbeziehungen im Zeitalter des Kalten Krieges (H. Türk) [S. 435]

Allgemeines

Carmen Arnold-Biucchi/Martin Beckmann (Eds.), Sculpture and Coins. Margarete Bieber as Scholar and Collector (K. Ehling) [S. 437]

Adolf Brenneke, Gestalten des Archivs. Nachgelassene Schriften zur Archivwissenschaft. Hrsg. v. Dietmar Schenk (K. Jedlitschka) [S. 439]

Harm von Seggern (Hrsg.), Residenzstädte im Alten Reich (1300–1800). Ein Handbuch. Abt. I: Analytisches Verzeichnis der Residenzstädte. T. 1: Nordosten (I. Eberl) [S. 441]

Seth Archer, Sharks upon the Land. Colonialism, Indigenous Health, and Culture in Hawai’i, 1778–1855 (A. Wiegeshoff) [S. 442]

Bathsheba Demuth, Floating Coast. An Environmental History of the Bering Strait (R. Kindler) [S. 444]

Dieter Langewiesche, Der gewaltsame Lehrer. Europas Kriege in der Moderne (K. Hagemann) [S. 445]

Stefan Grüner/Markus Raasch (Hrsg.), Zucht und Ordnung. Gewalt gegen Kinder in historischer Perspektive (B. Stambolis) [S. 450]

Altertum

Ivan Jordović/Uwe Walter (Hrsg.), Feindbild und Vorbild. Die athenische Demokratie und ihre intellektuellen Gegner (F. Carlà-Uhink) [S. 452]

David M. Pritchard, Athenian Democracy at War (L. A. Burckhardt) [S. 453]

Benjamin Isaac, Empire and Ideology in the Graeco-Roman World. Selected Papers (J. Hoffmann-Salz) [S. 455]

Nicola Terrenato, The Early Roman Expansion into Italy. Elite Negotiation and Family Agendas (U. Walter) [S. 456]

Henriette van der Blom/Christa Gray/Catherine Steel (Eds.), Institutions and Ideology in Republican Rome. Speech, Audience and Decision (S. Karataş) [S. 462]

Susanne Froehlich/Mario Baumann (Hrsg.), Auf segelbeflügelten Schiffen das Meer befahren. Das Erlebnis der Schiffsreise im späten Hellenismus und in der Römischen Kaiserzeit (R. Schulz) [S. 463]

Matthew Adam Cobb, Rome and the Indian Ocean Trade from Augustus to the Early Third Century CE (R. Schulz) [S. 465]

Kristina Sessa, Daily Life in Late Antiquity (M. Hahn) [S. 466]

Clemens Koehn, Justinian und die Armee des frühen Byzanz (A. Sarantis) [S. 467]

David Alan Parnell, Justinian’s Men. Careers and Relationships of Byzantine Army Officers, 518–610 (C. Koehn) [S. 470]

Mittelalter

Wolfram Drews (Hrsg.), Die Interaktion von Herrschern und Eliten in imperialen Ordnungen des Mittelalters (I. Eberl) [S. 472]

Christoph Dartmann, Die Benediktiner. Von den Anfängen bis zum Ende des Mittelalters (M. Heim) [S. 473]

Monumenta Germaniae Historica. Epistolae. Bd. 8, T. 2: Die Briefe des Erzbischofs Hinkmar von Reims. Hrsg. v. Rudolf Schieffer nach Vorarbeiten von Ernst Perels und Nelly Ertl (L. Dohmen) [S. 474]

Thomas J. H. McCarthy, The Continuations of Frutolf of Michelsberg’s Chronicle (H.-W. Goetz) [S. 476]

Anne Foerster, Die Witwe des Königs. Zu Vorstellung, Anspruch und Performanz im englischen und deutschen Hochmittelalter (M. Kamenzin) [S. 478]

Joseph Morsel (Ed.), Communautés d’habitants au Moyen Âge (XIe–XVe siècles) (M. Prietzel) [S. 479]

Duncan Hardy, Associative Political Culture in the Holy Roman Empire. Upper Germany, 1346–1521 (C. Antenhofer) [S. 481]

Martin Le Franc, Agreste otium. De bono mortis. Hrsg. u. bearb. v. Raphael Schwitter (T. Woelki) [S. 482]

Tobias Kanngießer, Hec sunt festa que aput nos celebrantur. Der Liber Ordinarius von Sankt Cäcilien, Köln (1488) (J. Bölling) [S. 484]

Sarah B. Lynch, Medieval Pedagogical Writings. An Epitome (A. Kistner) [S. 485]

Frühe Neuzeit

Judith Pollmann, Memory in Early Modern Europe, 1500–1800 (S. S. Tschopp) [S. 487]

Vitus Huber, „Beute und Conquista“. Die politische Ökonomie der Eroberung Neuspaniens (D. Damler) [S. 488]

Norbert Haag, Dynastie, Region, Konfession. Die Hochstifte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zwischen Dynastisierung und Konfessionalisierung (1448–1648). 3 Teilbde. (I. Eberl) [S. 490]

Deutsche Reichstagsakten. Jüngere Reihe. Hrsg. v. der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften durch Eike Wolgast. Unter Kaiser Karl V. Bd. 11: Der Reichstag zu Regensburg 1541. Bearb. v. Albrecht P. Luttenberger. 4 Teilbde. (A. Gotthard) [S. 492]

Jasmin Mersmann, Lodovico Cigoli. Formen der Wahrheit um 1600 (D. Erben) [S. 494]

Uta Schäfer-Richter, Hinter Schloss und Riegel. An der Wiege zur Freiheitsstrafe – das „Zucht- und Tollhaus“ zu Celle in seinen Gründungsjahren (1706–1732) (F. Bretschneider) [S. 497
]
Ulrike Leuschner (Hrsg.), Briefe der Liebe. Henriette von der Malsburg und Georg Ernst von und zu Gilsa 1765 bis 1767 (F. Willasch) [S. 498]

Colin G. Calloway, The Indian World of George Washington. The First President, the First Americans, and the Birth of the Nation (H. Wellenreuther) [S. 499]

Guy Beiner, Forgetful Remembrance. Social Forgetting and Vernacular Historiography of a Rebellion in Ulster (R. Esser) [S. 501]

19.–21. Jahrhundert

Flavio Eichmann, Krieg und Revolution in der Karibik. Die Kleinen Antillen, 1789–1815 (C. Schnurmann) [S. 504]

Sue Peabody, Madeleine’s Children. Family, Freedom, Secrets, and Lies in France’s Indian Ocean Colonies (D. Tricoire) [S. 506]

Günter Müchler, Napoleon. Revolutionär auf dem Kaiserthron (P. Burg) [S. 509]

Gabriele B. Clemens/Eva Kell (Hrsg.), Preußen an der Saar. Eine konfliktreiche Beziehung (1815–1914) (P. Burg) [S. 511]

Wilhelm Bleek, Vormärz. Deutschlands Aufbruch in die Moderne. Szenen aus der deutschen Geschichte 1815–1848 (H.-W. Hahn) [S. 512]

Birgit Bublies-Godau/Anne Meyer-Eisenhut (Hrsg.), Deutschland und die USA im Vor- und Nachmärz. Politik – Literatur – Wissenschaft (V. Depkat) [S. 514]

Rabea Limbach, Die Briefkopierbücher der Speyerer Handelshäuser Joh. Hein. Scharpff und Lichtenberger & Co. (1815–1840). Handeln in institutioneller Unsicherheit (M. Kreutzmann) [S. 515]

Klaus Deinet, Napoleon III. Frankreichs Weg in die Moderne (U. Lappenküper) [S. 517]

Johannes Paulmann, Globale Vorherrschaft und Fortschrittsglaube. Europa 1850–1914 (T. Riotte) [S. 519]

Andreas Sohn/Jacques Verger (Eds.), Le cardinal Franz Ehrle (1845–1934). Jésuite, historien et préfet de la Bibliothèque Vaticane. Actes du colloque de Rome (19–20 février 2015) (J. Ernesti) [S. 521]

Manuel Weskamp, „Ehre – Frohsinn – Eintracht“. Selbstverständnis, Mitgliederrekrutierung und Karrieremuster von Akademikern am Beispiel des Corps Saxonia Göttingen (1840–1951) (D. Karch) [S. 522]

Nils Freytag, Das Wilhelminische Kaiserreich 1890–1914 (J. Heinzen) [S. 524]

Sarah Ehlers, Europa und die Schlafkrankheit. Koloniale Seuchenbekämpfung, europäische Identitäten und moderne Medizin 1890–1950 (N. Aselmeyer) [S. 525]

Arne Karsten, Der Untergang der Welt von gestern. Wien und die k. u. k. Monarchie 1911–1919 (V. Moritz) [S. 527]

Werner Neuhaus (Hrsg.), Belgische Zwangsarbeiter im Kriegsgefangenenlager Meschede im Ersten Weltkrieg. Texte und Dokumente zum Wirken des katholischen Lagerseelsorgers Ferdinand Wagener (J. Müller) [S. 529]

Jochen Böhler, Civil War in Central Europe, 1918–1921. The Reconstruction of Poland (D. Brandes) [S. 530]

Birte Förster, 1919. Ein Kontinent erfindet sich neu (D. M. Segesser) [S. 532]

Gerd Krumeich, Die unbewältigte Niederlage. Das Trauma des Ersten Weltkriegs und die Weimarer Republik (D. M. Segesser) [S. 532]

Alexander Friedman/Rainer Hudemann (Hrsg.), Diskriminiert – vernichtet – vergessen. Behinderte in der Sowjetunion unter nationalsozialistischer Besatzung und im Ostblock 1917–1991 (O. Petrenko) [S. 535]

Andrew Roberts, Feuersturm. Eine Geschichte des Zweiten Weltkriegs. Aus dem Englischen v. Werner Roller (H. Thoß) [S. 537]

Winfried Heinemann, Unternehmen „Walküre“. Eine Militärgeschichte des 20. Juli 1944 (H. Thoß) [S. 539]

Linda von Keyserlingk-Rehbein, Nur eine „ganz kleine Clique“? Die NS-Ermittlungen über das Netzwerk vom 20. Juli 1944 (R. A. Blasius) [S. 540]

Philipp Kratz, Eine Stadt und die Schuld. Wiesbaden und die NS-Vergangenheit seit 1945 (E. Raim) [S. 543]

Lieselotte Bhatia/Stephan Stracke, Vergessene Opfer. Die NS-Vergangenheit der Wuppertaler Kriminalpolizei (E. Raim) [S. 544]

Andreas Eichmüller, Die SS in der Bundesrepublik. Debatten und Diskurse über ehemalige SS-Angehörige 1949–1985 (K. Orth) [S. 546]

Thomas Wolf, Die Entstehung des BND. Aufbau, Finanzierung, Kontrolle (W. Loth) [S. 548]

Katharina Aubele, Vertriebene Frauen in der Bundesrepublik Deutschland. Engagement in Kirchen, Verbänden und Parteien, 1945–1970 (P. Burg) [S. 549]

Heike Christina Mätzing, Georg Eckert, 1912–1974. Von Anpassung, Widerstand und Völkerverständigung (M. Bois) [S. 551]

Johannes Bähr/Christopher Kopper, Industrie, Politik, Gesellschaft. Der BDI und seine Vorgänger 1919–1990 (C. Marx) [S. 553]

Eva Maria Gajek/Anne Kurr/Lu Seegers (Hrsg.), Reichtum in Deutschland. Akteure, Räume und Lebenswelten im 20. Jahrhundert (H. Berghoff) [S. 554]

Bodo Mrozek, Jugend – Pop – Kultur. Eine transnationale Geschichte (S. Reichardt) [S. 557]

Matthias Waechter, Geschichte Frankreichs im 20. Jahrhundert (W. Loth) [S. 558]

Frederike Schotters, Frankreich und das Ende des Kalten Krieges. Gefühlsstrategien der équipe Mitterrand, 1981–1990 (U. Lappenküper) [S. 560]

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