Blätter für deutsche und internationale Politik 69 (2024) 2

Titel der Ausgabe 
Blätter für deutsche und internationale Politik 69 (2024) 2

Erschienen
Berlin 2024: Blätter Verlag
Erscheint 
monatlich
Anzahl Seiten
128 S.
Preis
Jahresabo € 93,60; ermäßigt € 74,40; Auslandszuschläge auf Anfrage; Einzelheft € 11,00 (zzgl. Versand)

 

Kontakt

Institution
Blätter für deutsche und internationale Politik
Land
Deutschland
Ort
Berlin
c/o
Blätter-Redaktion Berlin: Anne Britt Arps, Albrecht von Lucke, Annett Mängel, Steffen Vogel Online-Redaktion: Tessa Penzel Torstraße 178 10115 Berlin Tel. 030/3088 3640 Fax 030/3088 3645
Von
Anne Britt Arps

Liebe Leserinnen und Leser,

In der Februar-Ausgabe der „Blätter für deutsche und internationale Politik“ analysiert Michael Tomasky, was die US-Demokraten der faschistischen Bedrohung durch Donald Trump noch entgegensetzen können. Zwei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine unterstreicht Steffen Vogel die Notwendigkeit glaubhafter Abschreckung gegen den Kreml. Ahmed Fouad Alkhatib hegt Hoffnungen auf einen Frieden zwischen Israelis und Palästinensern, trotz der Verheerungen in Gaza und des Leids auf beiden Seiten. Meron Mendel plädiert in der Debatte um Kunstfreiheit und Antisemitismus für eine Kultur der Kritik, nicht des Verbots. Und Simone Schlindwein zeigt auf, wie afrikanische Staaten die Vermüllung des Planeten mit Plastik eindämmen wollen.

Weitere Themen im Februar: Gegen Ampel und AfD: Die mobilisierte Republik, Social Media: Die digitale Dominanz der AfD brechen!, Die aufgestaute Wut: Landwirte in der Zerreißprobe, Klimaschutz und fossile Geschäfte: Der janusköpfige Westen, Der postmoderne Konservatismus, Sozialer Wohnungsbau: Reform oder Bedeutungslosigkeit, Polen: Illiberal gegen den Illiberalismus?, Russlands Weg zur Kriegsgesellschaft, Myanmar: Militärdiktatur vor dem Sturz? u.v.m.

Mit herzlichen Grüßen
Ihre „Blätter“-Redaktion

https://www.blaetter.de/ausgabe/2024/februar

Inhaltsverzeichnis

KURZGEFASST

Michael Tomasky: Amerika vor der letzten Wahl? Die faschistische Bedrohung und die Aufgabe der US-Demokraten. S. 57-66

Vieles deutet auf einen Sieg Donald Trumps bei der US-Präsidentschaftswahl im November hin. Was aber können die Demokraten tun, um diese gefährliche Entwicklung noch zu stoppen? Der US-amerikanische Politikwissenschaftler und leitende Redakteur der „The New Republic“, Michael Tomasky, sieht für die Partei nur eine Chance: Will sie Trump besiegen, muss sie deutlich offensiver und selbstbewusster aufreten. Denn bei der Wahl gehe es um nichts Geringeres als den Kampf gegen den Faschismus.

Steffen Vogel: Den großen Krieg verhindern. Der ukrainische Überlebenskampf und die Verantwortung Europas, S. 67-74

Zwei Jahre nach dem gescheiterten Überfall russischer Truppen auf Kiew scheint der Frontverlauf zwischen Russland und der Ukraine festgefahren. Während sich der Kreml auf einen langen Krieg einstellt, macht sich in vielen westlichen Staaten Kriegsmüdigkeit breit. „Blätter“-Redakteur Steffen Vogel warnt: Wenn sich die EU nicht der bitteren Notwendigkeit einer glaubhaften Abschreckung stellt, droht der Ukraine eine Niederlage – mit fatalen Folgen für die europäische Sicherheitsordnung.

Sebastian Hoppe: Personenkult und Regression: Russlands Umbau zur Kriegsgesellschaft, S. 75-82

Seit dem Beginn der russischen Invasion in die Ukraine vor zwei Jahren sind eine ganze Reihe Bücher zu den Ursachen des Angriffskriegs erschienen. Der Politikwissenschaftler Sebastian Hoppe hat sie gelesen und hebt vor allem zwei prägende Merkmale Russlands hervor: Personalisierung und gesellschaftliche Regression. Das aber sei die gleiche brandgefährliche Mischung, die auch in Ländern wie der Türkei oder China am Werk ist.

Ahmed Fouad Alkhatib: Israel hat meine Familie getötet, aber nicht meine Hoffnung, S. 83-88

Seit dem grausamen Überfall der Hamas vom 7. Oktober führt Israel einen erbarmungslosen Militäreinsatz in Gaza. Der US-amerikanische Autor und Aktivist Ahmed Fouad Alkhabtib – selbst in Gaza aufgewachsen – beschreibt, wie die Hamas zuvor mit Unterstützung des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu jede Friedenslösung torpediert hat, und plädiert für die gegenseitige Anerkennung der jeweiligen Traumata.

Meron Mendel: Kunstfreiheit und Antisemitismus. Für eine Kultur der Kritik, nicht des Verbots, S. 89-96

Die Kunst- und Kulturwelt ist bezüglich Israel zutiefst gespalten. Der Historiker Meron Mendel zeichnet nach, wie sich dieser Konflikt von der „Mbembe-Debatte 2020“ über die Documenta Fifteen bis heute fortentwickelt hat. Im Spannungsfeld von Kunstfreiheit und dem Schutz von Minderheiten plädiert er für eine Kultur der Kritik statt für staatliche Eingriffe.

Reinhard Olschanski: Das Ende der grünen Hegemonie? Warum die Konservativen heute postmodern sind, S. 97-106.

In einem Essay verkündete der Rechtskonservative Andreas Rödder kürzlich das Ende der Hegemonie grüner, postmoderner Positionen. Der Philosoph Reinhard Olschanski widerspricht und sieht den „postmodernen“ Abschied von der Realität eher bei den Rechtskonservativen, während sich Klimaschutz an der harten physikalischen Wirklichkeit orientiere.

Susanne Götze: Klimaschutz und fossile Geschäfte: Der janusköpfige Westen, S. 107-112

Das 1,5-Grad-Ziel ist kaum noch einzuhalten und dennoch verhalten sich westliche Staaten widersprüchlich, so die Publizistin Susanne Götze: Während sie bei der Klimakonferenz zu Recht auf einen Ausstieg aus fossilen Energieträgern drängen, investieren sie gleichzeitig in dieselben.

Simone Schlindwein: Plastik als globale Gefahr. Warum afrikanische Staaten für ein internationales Abkommen kämpfen, S. 113-118

Große Mengen an Plastik schädigen weltweit, besonders aber im Globalen Süden, Ökosysteme und Menschen. Die Afrika-Korrespondentin Simone Schlindwein legt dar, warum gerade viele Länder Ostafrikas auf ein global bindendes Abkommen zur Reduzierung von Plastikmüll hinarbeiten.

Dieter Rink und Björn Egner: Sozialer Wohnungsbau: Reform oder Bedeutungslosigkeit, S. 119-124

Für immer mehr Großstädter hierzulande werden die Mieten zur finanziellen Herausforderung. Doch die Pläne der Ampel, jährlich 100 000 neue Sozialwohnungen zu bauen, können die Not nicht entschärfen, so der Stadtsoziologe Dieter Rink und der Politikwissenschaftler Björn Egner. Wird der soziale Wohnungsbau nicht reformiert, droht ihm die Bedeutungslosigkeit.

Inhaltsverzeichnis

KOMMENTARE

Gegen Ampel und AfD: Die mobilisierte Republik von Albrecht von Lucke, S. 5

Erheben wir Einspruch – gegen den Rechtsruck! Von Claus Leggewie, S. 9

Social Media: Die digitale Dominanz der AfD brechen! Von Johannes Hillje, S. 13

Die aufgestaute Wut: Landwirte in der Zerreißprobe von Tanja Busse, Christiane Grefe, S. 17

EU-Lieferkettengesetz: Und wieder sabotiert die FDP von Armin Paasch, S. 21

Green New Deal: Gegen das soziale Vakuum der EU von Regina Viotto, S. 25

Polen: Illiberal gegen den Illiberalismus? Von Jan Opielka, S. 29

Serbien: Aufbegehren gegen die Autokratie von Vedran Džihić, S. 33

Pakistan vor der Wahl: Die gesteuerte Demokratie von N. Hegewisch, H. Khan, S. 37

Myanmar: Militärdiktatur vor dem Sturz? Von Robin Eberhardt, S. 41

ANALYSEN UND ALTERNATIVEN

Amerika vor der letzten Wahl? Die faschistische Bedrohung und die Aufgabe der US-Demokraten von Michael Tomasky, S. 57

Den großen Krieg verhindern. Russlands Aggression, Europas Verantwortung von Steffen Vogel, S. 67

Personenkult und Regression: Russlands Umbau zur Kriegsgesellschaft von Sebastian Hoppe, S. 75

Israel hat meine Familie getötet, aber nicht meine Hoffnung von Ahmed Fouad Alkhatib, S. 83

Kunstfreiheit und Antisemitismus. Für eine Kultur der Kritik, nicht des Verbots von Meron Mendel, S. 89

Das Ende der grünen Hegemonie? Warum die Konservativen heute postmodern sind von Reinhard Olschanski, S. 97

Klimaschutz und fossile Geschäfte: Der janusköpfige Westen von Susanne Götze, S. 107

Plastik als globale Gefahr. Warum afrikanische Staaten für ein internationales Abkommen kämpfen von Simone Schlindwein, S. 113

Sozialer Wohnungsbau: Reform oder Bedeutungslosigkeit von Dieter Rink und Björn Egner, S. 119

DEBATTE

UNO: Nachhaltig bedeutungslos von Albert Denk, S. 45

KOLUMNE

Für ein grünes Wachstumsnarrativ von Mariana Mazzucato, S. 49

NACHRUF

Detlef Hensche 1938 – 2023 von Hans-Jürgen Urban, S. 53

BUCH DES MONATS

Der Judenhass. Eine Geschichte ohne Ende? Von Sebastian Voigt, S. 125

EXTRAS

Dokumente, S. 52

Kurzgefasst, S. 55

Zurückgeblättert, Impressum, Autoren und Autorinnen, S. 128

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