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Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung 20 (2011), 6

Titel der Ausgabe 
Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung 20 (2011), 6
Weiterer Titel 
Politik in Europa

Herausgeber
Hamburger Institut für Sozialforschung Redaktion: Martin Bauer, Gaby Zipfel Redaktionsassistenz, Werbung und Vertrieb: Nina Hälker
Erschienen
Erscheint 
zweimonatlich
ISBN
978-3-86854-711-5
Anzahl Seiten
96 S.
Preis
€ 9,50

 

Kontakt

Institution
Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung
Land
Deutschland
c/o
Redaktion Zeitschrift »Mittelweg 36« des Hamburger Instituts für Sozialforschung Mittelweg 36 20148 Hamburg Tel.: 040/414 097 84 Fax.: 040/414 097 11 E-Mail: <zeitschrift@mittelweg36.de>
Von
Hälker, Nina

Sehr geehrte Damen und Herren,

seinen 20. Jahrgang schließt „Mittelweg 36“, die Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung, im jüngsten Heft (6/2011) mit einer Reihe von Beiträgen ab, in deren Zentrum die Politik steht:

Erstmalig in deutscher Übersetzung lesen Sie Pierre Rosanvallons Antrittsvorlesung am Collège de France, mit der einer der bedeutendsten Zeithistoriker Frankreichs für eine sowohl problem- wie begriffsgeschichtlich orientierte Auseinandersetzung mit der Geschichte des Politischen plädiert.

Vom Politischen, verstanden als dem Prozess der demokratischen Selbstinstitutionalisierung einer Gesellschaft, ist auch in einem ausführlichen Interview die Rede, in dem Ulrich Beck unter dem Titel „Mehr Gerechtigkeit durch mehr Europa“ zu den jüngsten Entwicklungen europäischer Politik Stellung nimmt. Selbstverständlich ist damit auch das Problem demokratischer Souveränität angeschnitten, das der in Cambridge lehrende Philosoph Raymond Geuss in seinem Vortrag Wer das Sagen hat durchdenkt, den er in der Reihe „Streit ums Politische“, einer Kooperation des Hamburger Instituts für Sozialforschung mit der Schaubühne Berlin, gehalten hat.

Als Seitenstück zu diesen Überlegungen kann Heinz Budes programmatisches Plädoyer für eine Wiederbelebung der Gesellschaftstheorie gelesen werden: Dass die Stunde der Gesellschaftstheorie schlägt, ist angesichts der unübersehbaren Rückkehr von Grundfragen, in denen es um Formen der Herrschaft, Tatbestände wachsender Ungleichheit und die realitätsverzerrende Wirkung von Ideologien geht, wohl kaum zu bestreiten.

Was Ideologie bewirkt und wie sie in einem geschichtlichen Lernprozess korrigiert wurde, thematisiert der in Jerusalem lehrende Kulturhistoriker Christoph Schmidt: „Die Rückkehr der toten Seelen“ liefert einen Rückblick auf die deutsche Studentenbewegung und ihren Umgang mit Auschwitz. Schmidts Essay geht auf einen Vortrag zurück, der im Sommer auf Schloss Elmau gehalten wurde und im deutschen Feuilleton eine starke Resonanz provozierte.

Leseproben und Abstracts finden Sie auf unserer Webseite: www.mittelweg36.de.

Mit herzlichen Grüßen

Nina Hälker

»Mittelweg 36«
Mittelweg 36, 20148 Hamburg
Tel.: 040/414097-0, Fax: 040/414097-11
Email: zeitschrift@mittelweg36.de

Inhaltsverzeichnis

SCHWERPUNKT: POLITIK IN EUROPA

INHALT

Raymond Geuss: Wer das Sagen hat. Einige Überlegungen zum politischen Status von Autorität

Heinz Bude: Die Stunde der Gesellschaftstheorie? Über Tatbestände der Ungleichheit, Formen der Herrschaft und Artikulationen von Ideologie

Mehr Gerechtigkeit durch mehr Europa. Ulrich Beck im Gespräch mit Nikola Tietze und Ulrich Bielefeld

Christoph Schmidt: Die Rückkehr der toten Seelen. Die deutsche Studentenbewegung und ihr Umgang mit Auschwitz

Literaturbeilage
Pierre Rosanvallon: Für eine Begriffs- und Problemgeschichte des Politischen. Antrittsvorlesung am Collège de France

Aus der Protest-Chronik

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Redaktion
Veröffentlicht am
04.01.2012
Autor(en)
Beiträger
Klassifikation
Epoche(n)
Region(en)
Weitere Informationen
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Bestandsnachweise 0941-6382