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Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung 21 (2012), 6

Titel der Ausgabe 
Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung 21 (2012), 6
Weiterer Titel 
Zwischenkriegszeit. Möglichkeiten der modernen Existenz

Herausgeber
Hamburger Institut für Sozialforschung Redaktion: Martin Bauer, Gaby Zipfel Redaktionsassistenz, Werbung und Vertrieb: Nina Hälker
Erschienen
Erscheint 
zweimonatlich
ISBN
978-3-86854-717-7
Anzahl Seiten
96 S.
Preis
9,50 €

 

Kontakt

Institution
Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung
Land
Deutschland
c/o
Redaktion Zeitschrift »Mittelweg 36« des Hamburger Instituts für Sozialforschung Mittelweg 36 20148 Hamburg Tel.: 040/414 097 84 Fax.: 040/414 097 11 E-Mail: <zeitschrift@mittelweg36.de>
Von
Hälker, Nina

Zwischenkriegszeit. Möglichkeiten der modernen Existenz
Mittelweg 36, 6/2012

In Heft 6/2012 des Mittelweg 36 geht um eine Bestimmung der ebenso katastrophalen wie folgenreichen Frühphase des 20. Jahrhunderts. Sie steht unter der leitenden Vermutung, dass die Experimente und Krisenerfahrungen der 1920er und 1930er Jahre zur Grundlegung unserer politischen und kulturellen Gegenwart beigetragen haben. ‚Imperiale Gewalt‘ und ‚mobilisierte Nation‘ – mit diesen beiden Stichworten benennt Lutz Raphael zwei wesentliche Phänomene, denen eine Deutung der Geschichte Europas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Rechnung tragen muss. Für Anselm Doering-Manteuffel kann ‚Weimar als Modell‘ für eine historische Ortsbestimmung der Zwischenkriegszeit dienen. Sowohl die erfolgreichen Versuche, moderne Gesellschaften zu gestalten, als auch das Scheitern Weimars hat einen transnationalen Lernprozess in Gang gebracht hat, von der die europäische Wohlfahrtstaatlichkeit nach 1945 profitiert hat. Auf die Mobilisierung einer Nation, die zu imperialer Gewalt in ungekanntem Ausmaß führen sollte, kommt auch Ulrike Jureit zu sprechen: Indem sie Entwürfe zum ‚Lebensraum‘ in der Zwischenkriegszeit durchmustert, liefert sie eine bestechende Analyse des vermeintlichen Phantomschmerzes, den die nationalsozialistische Expansionspolitik meinte kurieren zu müssen.

Nikola Tietze und Ulrich Bielefeld haben die Gesprächsreihe zum Prozess der Europäisierung fortgesetzt: Diesmal berichtet Georg Leutert, Sekretär des europäischen Betriebsrats von Ford, darüber, welch gewichtige Rolle das Voneinander-Lernen für die grenzüberschreitende Arbeit der Gewerkschaften spielt.

Jan Philipp Reemtsma begründet, welchen gesellschaftlichen Sinn das Stiften hat, womit begreifbar wird, warum die Willkür der Stifter legitim ist.

Schließlich stellt Wolfgang Kraushaar in seiner Protest-Chronik eine erfolgreiche Wehrdienstverweigerin in ihrer Korrespondenz mit David Ben Gurion vor.

Abstracts und Leseprobe: www.mittelweg36.de

Inhaltsverzeichnis

INHALT

Jens Hacke, Tim B. Müller: Editorial: Zwischenkriegszeit. Zur Grundlegung der Gegenwart (S. 3–4)

Lutz Raphael: Imperiale Gewalt und mobilisierte Nation. Ein Deutungsmuster für die Geschichte Europas in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts (S. 5–22)

Anselm Doering-Manteuffel: Weimar als Modell. Der Ort der Zwischenkriegszeit in der Geschichte des 20. Jahrhunderts (S. 23–36)

Ulrike Jureit: Eine Art Phantomschmerz. Entwürfe vom Lebensraum in der Zwischenkriegszeit (S. 37–50)

Das Voneinander-Lernen spielt eine große Rolle. Nikola Tietze und Ulrich Bielefeld im Gespräch mit Georg Leutert, dem Sekretär des europäischen Betriebsrats von Ford (S. 53–79)

Jan Philipp Reemtsma: Legitime Willkür. Über den sozialen Sinn des Stiftens (S. 80–86)

Aus der Protest-Chronik (S. 87–90)

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Redaktion
Veröffentlicht am
03.01.2013
Autor(en)
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Epoche(n)
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Bestandsnachweise 0941-6382