Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung 21 (2012), 4

Titel der Ausgabe 
Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung 21 (2012), 4
Weiterer Titel 
Facetten imperialer Herrschaft

Erschienen
Erscheint 
zweimonatlich
ISBN
978-3-86854-715-3
Anzahl Seiten
120 S.
Preis
€ 9,50

 

Kontakt

Institution
Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung
Land
Deutschland
c/o
Redaktion Zeitschrift »Mittelweg 36« des Hamburger Instituts für Sozialforschung Mittelweg 36 20148 Hamburg Tel.: 040/414 097 84 Fax.: 040/414 097 11 E-Mail: <zeitschrift@mittelweg36.de>
Von
Hälker, Nina

Facetten imperialer Herrschaft.
Mittelweg 36, 4/2012

Nicht nur Bilder, auch bewegte Bilder sind zu Quellen der Zeitgeschichte geworden. Was die Bildwissenschaft zu deren Verständnis beisteuern kann, zeigt Gerrit Walczak in seiner Analyse „WikiLeaks und Videokrieg“ im aktuellen „Mittelweg 36“ (4/2012). Sein Beitrag zum sogenannten Collateral-Murder-Video, das WikiLeaks ins Netz stellte, um den Tod unbeteiligter Zivilisten zu dokumentieren, den US-amerikanische Streitkräfte billigend in Kauf genommen haben, eröffnet die Ausgabe. Ihm schließt sich Bernd Greiners historische Perspektivierung der Strategien und Taktiken an, mit denen das Militär der Vereinigten Staaten von Vietnam bis Afghanistan meinte, Aufstände erfolgreich bekämpfen zu können. Die unter dem Titel „Es geht um die Wahrnehmung, Dummkopf!“ präsentierte Bilanz, die herausstellt, wie zentral das „impression management“ für die Militärpolitik ist, fällt mehr als ernüchternd aus.

Auch der Schweizer Historiker Flavio Eichmann sondiert in seinem Aufsatz „Expansion und imperiale Herrschaft“ Strukturen und Dynamiken von Okkupationsregimes. Seine Befunde beleuchten, dass der Imperialismus kein Phänomen ist, das sich auf das Zeitalter des europäischen Kolonialismus eingrenzen ließe.

Angesichts der jüngsten Erscheinungen zivilen Widerstands thematisiert die Beilage der „Berliner Colloquien zur Zeitgeschichte“ mit Einzelstudien von Mischa Gabowitsch, Ramin Jahanbegloo und Véronique Dudouet zur Situation in Russland, im Iran und dem Nahen Osten die Chancen und etwaigen Grenzen gewaltfreien Protests.

Wolfgang Kraushaar ergänzt diesen Themenkreis in der „Protest-Chronik“ mit einer Erinnerung an das gewalttätige Ende des Frankfurter Häuserkampfes 1974.

Abstracts und Leseproben: www.mittelweg36.de

Inhaltsverzeichnis

INHALT

Gerrit Walczak: WikiLeaks und Videokrieg. Warum wir noch immer nicht wissen, was wir im „Collateral Murder“-Video sahen (S. 4–39)

Bernd Greiner: Es geht um die Wahrnehmung, Dummkopf! Amerikas Aufstandsbekämpfung von Vietnam bis Afghanistan (S. 40–60)

Flavio Eichmann: Expansion und imperiale Herrschaft. Zum epochenübergreifenden Charakter des Imperialismus (S. 89–111)

Berliner Colloquien zur Zeitgeschichte

Mischa Gabowitsch: Gewaltfreier Widerstand. Vergleichende Betrachtung zu Dynamik und Erfolgsbedingungen (S. 61–67)

Mischa Gabowitsch: Gewalt und Gewaltfreiheit in der Bewegung für faire Wahlen in Russland (S. 68–74)

Ramin Jahanbegloo: Die Grüne Bewegung und der gewaltfreie Kampf im Iran (S. 75–80)

Véronique Dudouet: Die Erste palästinensische Intifada (1987–91). Ein erfolgreiches Beispiel gewaltfreien Widerstands? (S. 80–86)

Nonviolent Resistance. Tagungsbericht (S. 87–88)

Nachrichten aus dem Institut (S. 112)

Aus der Protest-Chronik (S. 113–118)

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