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Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung 22 (2013), 1

Titel der Ausgabe 
Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung 22 (2013), 1
Weiterer Titel 
Bedrohte Demokratien

Herausgeber
Hamburger Institut für Sozialforschung Redaktion: Martin Bauer, Stefan Mörchen Redaktionsassistenz, Werbung und Vertrieb: Nina Hälker
Erschienen
Erscheint 
zweimonatlich
ISBN
978-3-86854-718-4
Anzahl Seiten
96 S.
Preis
9,50 €

 

Kontakt

Institution
Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung
Land
Deutschland
c/o
Redaktion Zeitschrift »Mittelweg 36« des Hamburger Instituts für Sozialforschung Mittelweg 36 20148 Hamburg Tel.: 040/414 097 84 Fax.: 040/414 097 11 E-Mail: <zeitschrift@mittelweg36.de>
Von
Nina Hälker

Sehr geehrte Damen und Herren,

die aktuelle Ausgabe des „Mittelweg 36“ (Februar/März 2013) fragt in verschiedenen Beiträgen, wie moderne Demokratien auf existenzielle Bedrohungen reagieren. Wie gelingt es ihnen, in Krieg und Bürgerkrieg oder in schwersten wirtschaftlichen Krisen ihr eigenes Überleben zu sichern, ohne demokratische Grundprinzipien wie Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit aufzugeben?

Barack Obamas „Krieg gegen den Terror“ unterscheidet sich kaum von dem seines Vorgängers, meint William E. Scheuerman. Obamas Bemühungen um humanitäre Reformen und eine Beschränkung exekutiver Machtbefugnisse seien gescheitert, weil das Wahlvolk und seine parlamentarischen Vertreter sich heimlich nach einem Monarchen sehnen.

Schon 1948 erschien die klassische Studie des amerikanischen Politikwissenschaftlers Clinton Rossiter zur Krisenpolitik Deutschlands, Frankreichs, Englands und der USA in der Zwischenkriegszeit. Bernd Greiners Beitrag „Konstitutionelle Diktatur“ bietet eine Lektüre des Buchs im historischen Kontext und zeigt zugleich, wie aktuell seine Überlegungen zum demokratischen Krisenmanagement sind.

In der Literaturbeilage weist Reinhard Mehring auf die Bedeutung der Geschichtsethik Reinhart Kosellecks in dessen Werk hin.

Keinesfalls solle man angesichts der Finanzkrise vor lauter Sachzwängen jeglichen politischen Gestaltungsanspruch aufgeben, warnt der Philosoph Lutz Wingert. Die marktkonforme Demokratie sei nicht nur autoritär und ungerecht, sondern noch nicht einmal besonders effizient.

Die Soziologie will vom Wesen „des Menschen“ nichts wissen. Dennoch habe sie anthropologische Setzungen im Gepäck, behauptet Ulrich Bröckling in Der Mensch ist das Maß aller Schneider.

In der Protest-Chronik begleitet Wolfgang Kraushaar John Lennon und Yoko Ono auf ihrer Hochzeitsreise, die mit Aktionen wie dem Amsterdamer „Bed-In“ die Verschmelzung von Pop und Protest zur Kunstform erhob.

Mit herzlichen Grüßen
Nina Hälker

Inhaltsverzeichnis

INHALT

William E. Scheuerman: Von Präsidenten und Monarchen. Barack Obamas „Krieg gegen den Terror“ (S. 3–23)

Bernd Greiner: Konstitutionelle Diktatur. Clinton Rossiter über Krisenmanagement und Notstandspolitik in modernen Demokratien (S. 24–40)

Lutz Wingert: Die marktkonforme Demokratie. Alles halb so schlimm? (S. 53–67)

Ulrich Bröckling: Der Mensch ist das Maß aller Schneider. Anthropologie als Effekt (S. 68–88)

Literaturbeilage: Reinhard Mehring: Der Sinn der Erinnerung. Zur Geschichtsethik Reinhart Kosellecks (S. 41–52)

Aus der Protest-Chronik (S. 90–94)

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Redaktion
Veröffentlicht am
28.02.2013
Autor(en)
Beiträger
Klassifikation
Epoche(n)
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Bestandsnachweise 0941-6382