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Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung 25 (2016), 1

Titel der Ausgabe 
Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung 25 (2016), 1
Weiterer Titel 
Wandern. Zur Globalgeschichte der Migration

Herausgeber
Hamburger Institut für Sozialforschung Redaktion: Martin Bauer, Karsten Malowitz, Stefan Mörchen, Christina Müller Redaktionsassistenz, Werbung und Vertrieb: Nina Hälker
Erschienen
Erscheint 
zweimonatlich
ISBN
978-3-86854-735-1
Anzahl Seiten
108 S.
Preis
Euro 9,50

 

Kontakt

Institution
Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung
Land
Deutschland
c/o
Redaktion Zeitschrift »Mittelweg 36« des Hamburger Instituts für Sozialforschung Mittelweg 36 20148 Hamburg Tel.: 040/414 097 84 Fax.: 040/414 097 11 E-Mail: <zeitschrift@mittelweg36.de>
Von
Mörchen, Stefan

Schwerpunkt in Heft 1/2016: Wandern. Zur Globalgeschichte der Migration

Von den Küstenregionen des Indischen Ozeans in die Karibik und die Mandschurei, nach Hongkong, New York und Genf und in die Amtsstuben französischer Asylentscheider führt unser Themenheft, mit dem wir der aktuellen Debatte um die sogenannte Flüchtlingskrise historische Tiefenschärfe geben und den Blick über die Grenzen Europas hinaus richten wollen.

Mit seinem globalhistorischen Beitrag "Arbeitsmigration und Flucht vom 19. bis ins 21. Jahrhundert" ordnet Dirk Hoerder Wanderungen, die unser Bild von Migration prägen, in zeitlich wie räumlich umfassendere Kontexte ein. Dabei wird deutlich, warum die Migrationsforschung starre Gegenüberstellungen wie die von freier und unfreier Migration oder Ein- und Auswanderung hinter sich gelassen hat. Peter Gatrell zeigt in seiner Geschichte des internationalen Asylregimes, durch das Nationalstaaten "Flüchtlingen ihren Platz zuweisen", dass unsere Vorstellung davon, wer ein "echter" Flüchtling ist, nicht nur historisch, sondern in ihren rechtlichen Grundlagen wie der Genfer Flüchtlingskonvention von 1951 auch stark eurozentrisch geprägt ist. Dass die Gewährung von Asyl im Falle politischer Verfolgung in Europa in jüngerer Zeit zudem immer mehr "Vom Rechtsanspruch zum Gunsterweis" wurde, kritisiert Didier Fassin, der diesen Wandel als Produkt einer fragwürdigen moralischen Ökonomie der Asylvergabepraxis deutet.

Inhaltsverzeichnis

INHALT

Dirk Hoerder: Arbeitsmigration und Flucht vom 19. bis ins 21. Jahrhundert (S. 3–32)

Peter Gatrell: Flüchtlingen ihren Platz zuweisen. Eine neue Geschichte des internationalen Asylregimes 1945–1960 (S. 33–61)

Didier Fassin: Vom Rechtsanspruch zum Gunsterweis. Zur moralischen Ökonomie der Asylvergabepraxis im heutigen Europa (S. 62–78)

Jan Philipp Reemtsma: Machtergreifung als konkrete Utopie oder: Was heißt schon »Symbolpolitik«? (S. 79–98)

Wolfgang Kraushaar: Aus der Protest-Chronik: 1. Dezember 1950, Warschau (S. 100–107)

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