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Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung 22 (2013), 6

Titel der Ausgabe 
Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung 22 (2013), 6
Weiterer Titel 
Imperien revisited – Spanien und Portugal

Herausgeber
Hamburger Institut für Sozialforschung Redaktion: Martin Bauer, Stefan Mörchen, Christina Müller Redaktionsassistenz, Werbung und Vertrieb: Nina Hälker, Julia Mehl
Erschienen
Erscheint 
zweimonatlich
ISBN
978-3-86854-723-8
Anzahl Seiten
96 S.
Preis
€ 9,50

 

Kontakt

Institution
Mittelweg 36. Zeitschrift des Hamburger Instituts für Sozialforschung
Land
Deutschland
c/o
Redaktion Zeitschrift »Mittelweg 36« des Hamburger Instituts für Sozialforschung Mittelweg 36 20148 Hamburg Tel.: 040/414 097 84 Fax.: 040/414 097 11 E-Mail: <zeitschrift@mittelweg36.de>
Von
Hälker, Nina

Auch wenn die Vokabel „Imperialismus“ nicht mehr zum Grundwortschatz der politischen Gegenwart gehört, prägen imperiale Vergangenheiten auch heute noch den Alltag europäischer Gesellschaften. So lohnt es sich, mit der neuen Ausgabe des Mittelweg 36 (6/2013) einen Blick auf Entwicklungen zu werfen, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten die geschichtswissenschaftliche Auseinandersetzung mit Aufstieg und Niedergang von Imperien gründlich verändert haben.

Ein instruktives Beispiel dazu liefert, wie Andreas Stucki im Editorial „Imperium in iberischer Perspektive“ ausführt, sowohl die spanische als auch die portugiesische Aufarbeitung imperialer Expansion. Auf vernachlässigte Kontinuitäten in der Geschichte des spanischen Imperiums, die über den Verlust der Kolonien jenseits des Atlantiks hinausweisen, macht der Historiker Francisco Javier Martínez Antonio in seinem Aufsatz „Vom Spanien in Übersee zum Spanien in Afrika“ aufmerksam.

Sein Kollege Ferrán Archilés präzisiert das Bild, indem er in seiner „Studie Maurische Exotik, imperialer Traum“ zeigt, wie bedeutsam kulturelle Konstruktionen imperialen Begehrens für die politisch-militärischen Praktiken des kolonialen Spaniens gewesen sind.

Schließlich dokumentiert der portugiesische Historiker Francisco Bethencourt eindrucksvoll, dass in Portugal die Literatur wie die bildenden Künste bereits vor der Nelkenrevolution zu einer „Dekonstruktion des imperialen Gedächtnisses“ beigetragen haben, die der portugiesischen Geschichtsschreibung ein Vorbild hätte sein sollen.

Außerdem gibt das Heft den Wortlaut der Rede wieder, die Jan Philipp Reemtsma anlässlich der 75. Wiederkehr des 9. November 1938 in der Frankfurter Paulskirche unter dem Titel „Ehrenvoller Auftrag! Ehrenvoller Auftrag!“ gehalten hat.

Inhaltsverzeichnis

INHALT

Andreas Stucki: Editorial. Imperium in iberischer Perspektive. Historiografie, Diskurse, Kultur (S. 3–17)

Francisco Javier Martínez Antonio: Vom Spanien in Übersee zum Spanien in Afrika. Über die Eigentümlichkeit des spanischen Imperiums im 19. Jahrhundert (S. 18–35)

Ferrán Archilés: Maurische Exotik, imperialer Traum. Imperialismus, Nation und Geschlecht im Spanien der Restaurationsmonarchie (S. 36–54)

Francisco Bethencourt: Dekonstruktion des imperialen Gedächtnisses. Literatur, Kunst und Geschichtsschreibung in Portugal (S. 55–71)

Jan Philipp Reemtsma: „Ehrenvoller Auftrag! Ehrenvoller Auftrag!“ Ansprache zum Gedenken an den 9.November 1938 (S. 72–82)

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Redaktion
Veröffentlicht am
11.12.2013
Beiträger
Klassifikation
Epoche(n)
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Sprache Beitrag
Bestandsnachweise 0941-6382